Was ist Purim?

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Purim ist ein jüdischer Feiertag, an dem der Rettung des jüdischen Volkes im alten persischen Reich gedacht wird. Damals plante Haman, alle Juden zu töten, aber Esther konnte das verhindern. Die Geschichte von Purim steht im Buch Esther, das Teil der hebräischen Bibel ist.

Die Geschichte von Königin Esther

Die zentralen Figuren in der Purimgeschichte sind Königin Esther und ihr Cousin Mordechai, bei dem sie als Waise aufgewachsen war. Esther wurde Königin von Persien, verschwieg allerdings dem König Ahasveros ihre jüdische Herkunft. Ihr Cousin Mordechai zog den Zorn des hochrangigen Hofbeamten Haman auf sich, weil er sich weigerte, sich vor diesem zu verbeugen. Das nahm Haman zum Anlass, um Ahasveros zur Rache an allen Juden zu überreden. Der vorgeschobene Grund war, dass die Juden angeblich mit ihren Riten und Gesetzen nicht zu den anderen Völkern passe. Durch ihr mutiges Handeln gelang es Esther allerdings, den bösen Plan Hamans zu vereiteln und einen Genozid an den Juden zu verhindern.

Wann und wie wird Purim gefeiert?

Das Purimfest wird jedes Jahr am 14. Tag des hebräischen Monats Adar gefeiert, das ist normalerweise im März. Der Feiertag steht im Zeichen der Freude, des Frohsinns und des Triumphs des Guten über das Böse. Zu den Feierlichkeiten gehören verschiedenen Bräuche und Traditionen, die je nach den kulturellen und regionalen Unterschieden innerhalb der jüdischen Gemeinschaft variieren können.

1. Lesen des Buches Esther (Megillah)

Die wichtigste Mitzwa (Gebot) an Purim ist das Lesen des Buches Esther, auch bekannt als Megilla. Die Megilla wird in den Synagogengottesdiensten am Abend des Purimfestes und am nächsten Morgen vorgelesen. Wenn der Name des Bösewichts Haman erwähnt wird, ist es üblich, mit Krachmachern oder Fußstampfen Lärm zu machen, um seinen Namen zu übertönen, was den Wunsch symbolisiert, die Erinnerung an ihn auszulöschen.

2. Geschenke machen (Mishloach Manot)

Es ist üblich, Freunden, Verwandten und Nachbarn Geschenke in Form von Speisen und Getränken zu machen, die als „Mishloach Manot“ bezeichnet werden. Diese Geschenke bestehen in der Regel aus mindestens zwei verschiedenen Arten von Speisen und Getränken und werden als Zeichen der Freundschaft und des guten Willens ausgetauscht.

3. Wohltätiges Geben (Matanot laEvyonim)

Eine weitere wichtige Tradition an Purim ist das Spenden an Bedürftige. Es ist üblich, denjenigen, die weniger Glück haben als man selbst, Geld oder Lebensmittel zu spenden, um sicherzustellen, dass alle an den fröhlichen Feierlichkeiten des Festes teilnehmen können.

4. Purimfestmahl (Seudah)

Am Tag des Purimfestes findet ein festliches Mahl statt, das als „Seudah“ bezeichnet wird. Zu diesem Essen gehören traditionelle Purimgerichte wie Hamantaschen (dreieckiges Gebäck mit verschiedenen süßen Füllungen), Kreplach (Knödel) und andere festliche Speisen.

5. Kostüme und Verkleidung

Besonders für Kinder ist das Verkleiden ein lustiger und festlicher Aspekt des Purimfestes. Die Kostüme stellen oft Figuren aus der Purimgeschichte dar, z. B. Königin Esther, Mordechai, Haman oder andere biblische Gestalten, aber auch verschiedene andere Themen und Figuren.

6. Trinken und fröhliches Beisammensein

In einigen Gemeinden ist es üblich, an Purim Alkohol zu trinken, allerdings sollte dies mit Bedacht geschehen. Das Trinken wird als Teil des Festes betrachtet und soll die Freude und Festlichkeit steigern.

Insgesamt ist Purim ein fröhlicher Feiertag, der von Feiern, Gemeinschaft und freundlichen Taten geprägt ist. Er erinnert an die Befreiung des jüdischen Volkes von einer Verschwörung zu seiner Vernichtung im alten Persien.